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Montag, 28. Januar 2008

Kangaroo Island und noch viel weiter....

Hey Leute! Wieder will ich mich mal bei euch melden, diesmal allerdings aus dem Herzen Australiens, genauer gesagt Alice Springs.

Doch davor ist wieder einiges passiert! Wie ich euch auch schon in den letzten Posts geschrieben habe, bin ich auf einen 3 Tages Trip nach Kangaroo Island gegangen. Ich kann echt sagen, dass das der bisher beste Trip war. Wir waren eine super Gruppe mit einem tollen Guide, idealem Wetter und allen Tieren, noch dazu auch relativ seltenen, die man sich vorstellen kann. Los gings 10 Uhr morgens vom Busbahnhof in Adelaide. Schnell waren wir aus der City raus und nach einem kurzen Strandstopp ging es gleich weiter zu unserem eigenen kleinen Charterboot, dass uns bei echt heftigem Seegang nach einer Stunde auf die Insel brachte. Gleich danach gings in unsere Eco Unterkunft, auf Deutsch, einem Oeko Strandhaus. Nach dem spitzen Abendessen sind wir dann nochmal an den Strand um Pinguine zu sehen. Ich wusste ja, dass es auf der Insel kalt werden kann, aber das man selbst mit Jacke und langer Hose noch friert hätte ich nun auch nicht vermutet. Pinguine haben wir leider nur einen kleinen gesehen, dafür aber einen wahnsinns Mond! Die Nacht war dann geplant in Swags, extra dicken Schlafsäcken, unter den Sternen zu übernachten. Das lief auch ganz gut bis ich plötzlich mitten in der Nacht eine kalte Nase in meinem Nacken spürte und ich große Schatten um rum laufen sah. Ich habe sofort gedacht, dass es Dingos wären und mich kein Stück mehr bewegt. Leider mochten die beiden mich aber wohl und haben sich dann genau neben meinem Schlafsack breit gemacht. Ihr könnt ich euch vorstellen, dass ich die ganze Zeit kein Auge zugemacht habe. Jedenfalls bin ich irgendwann mal eingeschlafen und am nächsten Morgen haben mich dann die beiden angeblichen Dingos, die sich dann am Ende als treudoofe Hunde rausgestellt haben, freudig begrüßt. Die haben mir nen Schrecken eingejagt. Am nächsten Tag ging es gleich nach dem Frühstück weiter Seelöwen in einem Naturschutzgebiet anzuschauen. Das war echt mal nen Erlebnis. An einem Strand liegen überall diese Kolosse rum und aalen sich in der Sonne. Ein kleiner kam sogar ganz nah an uns ran. Das ist echt selten und selbst darf man nicht näher als 7-8m an die Tierchen ran, da die doch mal recht schnell aggressiv werden. Gleich danach fuhren wir in die Little Sahara, ner kleinen Wüste im Inneren der Insel zum Sandboarden. Das war eigentlich so das geilste was ich da unten gemacht hab. Zuerst haben wir unsere Boards mit Grillspray getunt und dann gings schon los. Am Ende haben wir alle mehr Sand an uns gehabt, was noch in der Wüste rumlag aber es hat sich echt gelohnt! Bevor wir dann ins eine andere Camp für die Nacht gefahren sind, ging es zum Baden an einem abgelegenen Strand mit dem kältesten Wasser was ich je in Australien hatte. Aber Gruppenzwang halt....;-)Das letzte an diesem ab diesem Abend war dann ein Koalatrack, einer Straße, an denen links und rechts alle Lieblingsbäume der Koala stehen und die da natürlich die ganze Zeit abhängen, im wahrsten Sinne des Wortes. Das war dann für den Tag alles und nach nem Kängurusteak und mit altbekannten Ring of Fire gings dann ins Bett. Am 3. und letzten Tag war das Highlight die Remarkable Rocks, verschiedenen skurrile Felsen direkt am Meer. Gleich darauf haben wir noch nen kurzen Walk durch einen kleinen Wald gemacht. An sich überhaupt nichts besonderes, wenn nicht plötzlich unser Guide Stopp geschrien hätte.... Vor uns lag bzw. kroch mal wieder eine der kleinen austral. Überraschungen, eine Tiger Snake (Tigerschlange). An sich viell. nichts wirklich besonderes, wenn die Schlange nicht die viertgiftigste Schlange der Welt wäre und sie einen in 1,5 Stunden ins Grab befördern kann. Unser Guide war absolut überrascht, er meinte er macht die Tour seit einem Jahr und es ist das erste Mal das er auf der Insel diese Schlange sieht. Ich vermute ja, dass dieses Tierchen extra wegen mir gekommen ist.;-) Aber immerhin war sie kooperativ und hat sich ordentlich fotografieren lassen. Da wir ja wieder mit der Fähre aufs Festland und von dort nach Adelaide zurück mussten, sind wir gleich danach noch kurz an einen Strand zum Frisbie gefahren, was sich aber wegen Wind als nicht machbar rausstellte und gleich danach los zur Fähre.

Den Tag drauf hab ich dann ausgespannt, jedenfalls bis zu dem Moment als ich erfahren habe, dass vergessen wurde mich auf den Trip nach Alice Springs zu buchen. Der Veranstalter hat da leider verbockt. Nun wurde mir vorgeschlagen, mit dem Greyhound 15 Stunden nach Cooper Pedy zu fahren und am nächsten Tag von dort aus weiter 8 Stunden nach Alice Springs. Da ich den Trip nie mit Greyhound gemacht hätte und ich auch keine Ahnung habe, was ich in 24 Stunden in Cooper Pedy, einer Opalstadt mitten im Nirvana machen sollte, habe ichs dann soweit rausgehandelt, dass mir der Anbieter einen Flug bezahlen wollte. Am Ende wurde dann aber doch noch alles gut. 2 Leute wurden für einen Discount überredet, länger in Alice zu bleiben, damit ich fahren konnte. Ich musste ja an diesem Tag hier hoch, da morgen meine Outbacktour startet, mein letzter Trip in Down Under. Abgesehen davon war der Tag in Adelaide wirklich super. Ich war nochmal kurz in der Stadt um noch ein Abschiedsgeschenk als Dankeschön an Herbert für meine Privatunterkunft zu kaufen, nen 2005 Rotwein aus nem lokalen Tal. Abends bin ich dann mit ihm raus aus der Stadt auf einem Lookout über die ganze Stadt gefahren und dort habe ich bis zu dem Moment, den wohl schönsten Sonnenuntergang in meiner Zeit hier in Australien erlebt! Vielen Dank nochmal dafür! Gleich danach ging es dann zurück, denn am nächsten Morgen ging es 5 Uhr raus, um dann auf den Trip nach Alice Springs zu gehen.

Seit gestern Abend bin ich dann nun hier- was für ein Trip- sag ich euch! Innerhalb dieser beiden Tage bin ich mit 20 anderen Leuten in einem kleinen Bus 1700km in 23 Stunden durchs Outback gefahren. Man muss das Outback wirklich gesehen haben, um sich vorzustellen, wie es hier aussieht. Stundenlang sieht die unendlich weite Landschaft gleich aus. Kahler, ausgetrockneter Boden, der mit Sträuchern bedeckt ist. Noch dazu herrschen hier Rekordtemperaturen von fast 50 Grad. Es ist wirklich ein Gefühl, als ob einem die Haut wegbrennt. Aber immerhin habe ich hier die Road Trains gesehen. Auf diese habe ich ja schon lange gewartet. Diese Teile sind echt der Hammer. Der größte Truck, den ich gesehen habe, war ein Benzintruck mit 3,5 Anhängern, 52m lang und mit 62 Reifen ausgerüstet.....beeindruckend. Der erste Tag bestand nur aus 13 Stunden Fahren, bevor wir am Abend Cooper Pedy, die bekannteste Opalstadt der Welt erreichten. Da es hier im Sommer bis zu 55 Grad heiß werden kann leben die Leute hier unter der Erde in Wohnungen, die einen echt ins Staunen versetzen können. Wenn die Leute hier einen neuen Raum haben möchten, sprengen sie sich einfach einen. Das gibts nur in Australien... Auch wir haben in einem riesigen Dormroom unter der Erde geschlafen. Hier waren es dann "nur" noch 25 Grad. Das Abendessen hier bestand aus All you can eat Pizza, der Traum eines jeden Backpackers. Am nächsten Morgen haben wir noch eine kleine Führung durch ein Opalmuesuem bekommen bevor es dann wieder 10 Stunden lang durchs Nirvana ging um am Abend hier in Alice anzukommen. Das alles haut uns Backpacker aber nicht um. 21 Uhr (im Übrigen hab ich nur noch 8,5 Stunden Zeitverschiebung) haben wir uns dann alle mit Guide, auch nen super Typ, noch auf nen Bier oder 2 oder 3 getroffen, bevor wir dann alle todmüde ins Bett gefallen sind.

Die meisten von uns sind bereits heute auf den Uluru Trip. So war ich heute ein bisschen in Alice unterwegs, bzw. habe ich mehr versucht Schattenspringen zu machen. Allerdings habe ich mich doch echt gewundert, wie ausgestorben die Stadt ist. Am Ende hab ich dann eben rausgefunden, dass heute ja Australia Day, der größte aller Feiertage hier ist und fast alle Läden deshalb geschlossen haben. Ihr könnt euch vorstellen, dass es hier heute echt todlangweilig ist Ich meine im Umkreis von 1500km ist halt leider nix und fast alles hier hat zu. ;-). Morgen geht dann wie gesagt mein Ayers Rock Trip los. Ich melde mich dann wenn ich wieder in Alice Springs bin. Ich habe auch heute mal wieder kein Glück mit Fotos hochladen, aber ich versuche spätestens dann wieder alle Pics oben zu haben.

Bis dahin ne schöne Woche und ich geh jetzt weiter Schattenspringen! Adios!

2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wow, du lässt aber auch gar nichts aus, weiß der Himmel. Da kriegt man ja wirklich manchmal ne Gänsehaut. 's wird Zeit, dass alles bald zu Ende ist - schon wegen unserer Nerven! - Aber ehrlich, toll, was du erlebst, am schärfsten finde ich die Geschichte mit den Hunden, da hat unser Baschtl aber die eine schlaflose Nacht gehabt . . . Und dass der Reiseveranstalter ausgerechnet dich vergessen hat, ist ja irgendwie auch wieder mal typisch. Toll allerdings, wie du dich durchgesetzt und nicht klein beigegeben hast. Bist wirklich ganz schön selbständig und energisch geworden, das war vor nicht all zulanger Zeit noch nicht so!!!
Da sich dein Australien-Trip aber nun mit Riesenschritten dem Ende zuneigt, bleibt uns nur, dir noch ein paar wunderschöne Tage mit tollen Erlebnissen zu wünschen. Machs gut und bis bald - deine Groß-Ellis

Deine Ellis hat gesagt…

Schattenspringen könnte neue olympische Disziplin werden - denn man kann sich vorstellen, dass man bei dem Wüstenklima schon enorme Weiten erzielen muss, um den nächsten Schattenplatz zu erreichen. Du hast wieder sehr fleißig, interessant und vor allem unterhaltsam geschrieben- hat Spaß gemacht zu lesen!Sicher hinterlässt der Ayers Rock auch gigantische Erinnerungen. Wir hoffen, dass du deine letzte große Tour genießen kannst--trotz der Temperaturen und sind jetzt schon gespannt auf die nächsten Beschreibungen.Einen guten Flug nach Brisbane und nimm' langsam Abschied!